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13.02.2020

Hademarschen - Greta und die ihren, diese jungen Leute in der ganzen Welt, haben ganze Arbeit geleistet. Seit mehr als einem Jahr verdrängt das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit die bis dahin vorherrschenden Themen wie Flüchtlingskrise oder terroristische Gefahr fast vollständig. Nicht nur freitags geht es heute um die Zukunft der Welt, vor allem der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Vokabeln "Nachhaltigkeit" und "ökologischer Fingerabdruck" müssen heute nicht mehr langwierig erklärt werden. Aber nun geht es darum, dass aus Forderungen Handlungen werden.

Im vergangenen Jahr hat Propst Matthias Krüger aus Rendsburg bei der Vorlage des Umweltberichts unseres Kirchenkreis geschrieben: "Die Erde wird in christlichem Verständnis als Schöpfung Gottes beschrieben. Uns Menschen ist diese Schöpfung zum Bebauen und Bewahren anvertraut. Das bedeutet Zuspruch und Anspruch. Wir dürfen genießen und tragen Verantwortung. Und leben doch vielfach in der Illusion, aus uns selbst heraus leben zu können. Uns selbst zu begrenzen fällt schwer. Die Verantwortung vor Gott und dem Mitmenschen wird leicht ausgeblendet."

Wenn Kirche den Gedanken an die Bewahrung der Schöpfung in die Gesellschaft hinein weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Ihre Antwort muss daher glaubwürdig und ihr Handeln transparent sein. Die Nordkirche hat beschlossen "klimaneutral" zu werden, was auch immer das im Einzelnen heißt. Das kann nur gelingen, wenn auch jede Kirchengemeinde dieses Ziel mitverfolgt. Das ist der Leitgedanke des kirchlichen Umweltmanagements "Grüner Hahn", an dem sich auch die Kirchengemeinde Hademarschen seit Ende 2019 beteiligt.

Frau Silja Arens aus Thaden ist zur Umweltschutzbeauftragten der Kirchengemeinde ernannt worden. Sie wird eine neue Umweltgruppe leiten. In dieser soll genauer auf das Handeln in der Kirchengemeinde geachtet werden: "Was können wir an unserem Wirtschaften, in und auf unseren Gebäuden und Anlagen, in unseren Liegenschaften und unseren Landflächen noch verbessern? Wie sieht es mit der Heizung aus, mit unseren Gebäuden insgesamt? Was kaufen wir ein, wie feiern wir unsere Feste und wie gestalten wir unsere Außenanlagen? Welche Rolle spielt dabei der Umweltgedanke? Haben wir als Gemeinde eine Umweltziel, an dem wir unser Tun ausrichten?", fragt Pastor Arend Engelkes-Krückmann. "Deswegen möchten wir eine Umweltgruppe gründen, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen. Und deswegen wollen wir den Prozess des Umweltmanagements gemeinsam mit der ganzen Kirchengemeinde angehen. Unser Anspruch und Ansporn gleichermaßen ist es, dass sich immer mehr Menschen mit den ökologischen und sozialen Zielen des Umweltmanagements befassen und wir so unserer Verantwortung für die Schöpfung und für nachfolgende Generationen nachkommen. Wir glauben, dass wir bei dem Thema Umweltschutz noch sehr viel lernen können und auch müssen."

Wenn Sie in der Umweltgruppe "Grüner Hahn" mitmachen möchten, dann melden Sie sich bitte bei Silja Arens ( s.arens@kirche-hademarschen.de) oder im Kirchenbüro (04872-644). Die Gründungsversammlung ist am Samstag, dem 15. Februar, 10-14 Uhr im Saal des Gemeindehauses in Hademarschen, Propst-Treplin-Weg 6. Für Verpflegung wird gesorgt.

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