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Hoffen auf gelingende Weihnachten: Claudia Heynen, Rainer Karstens, Michael Grabarske, Ulrike Imbusch, Janina Boysen (vlnr).

27.11.2020

Rendsburg – Alles unter Vorbehalt, das muss dieser Tage auch in Rendsburg und Büdelsdorf das Motto sein. Denn letztlich weiß keiner, was zu Weihnachten in diesem Jahr möglich sein wird und was nicht: Dürfen Gottesdienste gefeiert werden? Drinnen oder draußen? Wie viele Besucherinnen und Besucher dürfen kommen? Viele Fragen, viel zu planen, zu regeln und zu organisieren.

Büdelsdorf

„Diese ganze Organisation kostet wahnsinnig viel Zeit, die eigentliche inhaltliche Arbeit kommt zwangsläufig erst zum Schluss, das ist sehr anstrengend!“ So fasst es Pastor Michael Grabarske denn zusammen, bevor er berichtet, welche Ideen und Formate in diesem Jahr in Büdelsdorf geplant sind: Adventsandachten im Innenhof in der Berliner Straße 20, immer freitags um 16 Uhr zum Beispiel. Der Innenhof ist auch der Ort, an dem Heiligabend alle 5 Gottesdienste gefeiert werden (11, 13, 15, 17 und 21 Uhr). Zu allen Gottesdiensten ist eine Anmeldung per Telefon oder online erforderlich, der 17 Uhr Gottesdienst bereits fast ausgebucht – mehr als 80 Personen können nicht dabei sein.

St. Marien

Auf Anmeldungen verzichtet hingegen die Kirchengemeinde St. Marien. Pastor Rainer Karstens hofft auf die Genehmigung der Behörden für zwei Open Air Angebote an Heiligabend auf dem Altstädter Markt (15 und 16.30 Uhr), noch liegt diese nicht vor. „Die Auflagen sind hoch, wir müssten Absperrungen aufstellen, Kontakte erfassen, Abstände sicherstellen. Es wird, wenn wir denn dürfen, nur Stehplätze geben und die Gottesdienste dauern auch nur 30 Minuten,“ sagt Karstens. Zwei weitere Gottesdienste sollen in St. Marien stattfinden, um 18 Uhr und um 23 Uhr: „Dazwischen haben wir ausreichend Zeit, um zu lüften und zu reinigen“. Im Advent finden montags bis freitags immer um 17 Uhr 15-minütige Andachten in St. Marien statt unter dem Titel „Wort und Musik im Advent“.

St. Jürgen

Pastorin Claudia Heynen berichtet aus der Kirchengemeinde St. Jürgen, dass in den letzten Jahren die Tendenz zu weniger Gottesdienstbesucherinnen und -besucher verzeichnet wurde. „Ich habe Konfirmandinnen und Konfirmanden, die waren seit ihrer Taufe nicht mehr in der Kirche,“ sagt Heynen. Sie plant drei Gottesdienste, davon einen Open Air vor der Kirche, und rechnet nicht damit, dass mehr als die maximal möglichen 100 Menschen zu den jeweiligen Gottesdiensten (15 Uhr, 16.30 Uhr, 23 Uhr) kommen werden. Wenn doch, wird es einen zweiten Open Air Gottesdienst geben. Für den Advent hat sich die Kirchengemeinde einiges einfallen lassen: Rund um die Kirche soll ein Sternenmeer entstehen aus Holzsternen, die von den Kindern der Kita und Menschen daheim bunt bemalt werden. Diese Aktion steht unter dem Motto „#hoffnungsleuchten“ der Nordkirche. Ebenso wie die Beleuchtung der Kirche von innen, damit die bunten Glasfenster in der dunklen Jahreszeit ein Leuchtzeichen setzen.

Christuskirche

„In der Christkirche haben wir normalerweise am Heiligabend 3 Gottesdienste mit mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern,“ berichtet Pastorin Janina Boysen. In diesem Jahr gibt es von 14 bis 17 Uhr stündlich 20-minütige Gottesdienste in der Christkirche und im Anschluss Musik vor der Tür der Kirche. Um 18 Uhr findet ein Open Air Gottesdienst vor der Kirche statt. Die Christmette um 23 Uhr wird in der Kirche sein. Zu allen Gottesdiensten müssen sich die Menschen vorher telefonisch oder online anmelden und einen Platz reservieren. Möglich ist es, sich ab Montag, dem 7. Dezember, online über die Internetseite anzumelden oder telefonisch montags bis freitags von 9:00 bis 11:00 Uhr unter der Telefonnummer 015224769844. Wenn Sie sich lieber persönlich anmelden möchten, haben Sie dazu nach den Adventsgottesdiensten am 2., 3. und 4. Advent die Möglichkeit - solange es Plätze gibt. (Jeden Gottesdienst können 100 Menschen in der Christkirche gemeinsam feiern.)   

 

Da das beliebte Krippenspiel ausfallen muss, gehen in diesem Jahr hoffentlich Maria und Josef auf Wanderschaft, erklärt Boysen: „Die Menschen können sich bei uns melden und sagen, dass sie besucht werden möchten. Dann machen sich je zwei Kinder auf den Weg, berichten von der Weihnachtsgeschichte und sammeln für Brot für die Welt. Das alles natürlich unter Wahrung der Abstände und Hygienevorschriften!“ Außerdem wird es einen digitalen Gottesdienst auf der Webseite der Kirchengemeinde geben, der Heiligabend ab 15 Uhr zu sehen ist. Zwischen den Jahren ist die dann festlich geschmückte Christkirche zudem von 17 bis 18 Uhr geöffnet. „So wollen wir möglichst allen Menschen eine Chance auf ein Stück Weihnachten geben, auch denen, die aus Vorsicht nicht zu den Gottesdiensten kommen wollen“.

Katholische Kirche

Auch die katholische Kirchengemeinde musste in diesem Jahr umdenken: „Es wird keine Christmette geben, wir machen nur Kurzandachten, alle Open Air,“ erklärt Ulrike Imbusch, Gemeindereferentin in der Pfarrei. Im Advent sind außerdem Kurzandachten geplant. An Heiligabend gibt es zudem noch einen ökumenischen Gottesdienst: Weihnachten unterm Sternenzelt im Garten des Nordkolleg Rendsburg, um 18.30 Uhr. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

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